Was heißt #regionalstark?

Mit innovativen Ansätzen versorgt die TK ihre Versicherten vor Ort.

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Versorgung findet immer vor Ort statt. Für die TK bedeutet das auch, die Gesundheit der Menschen in Regionen mit unterschiedlichen Strukturen voranzubringen. Das gelingt durch innovative Verträge, Projekte und Kooperationen, die auf die Bedürfnisse vor Ort zugeschnitten sind. Wie #regionalstark geht, zeigen beispielhaft diese Projekte aus den Landesvertretungen der TK.


Wie Sport krebskranken Kindern hilft – ein Leipziger Projekt macht Schule

Dass Kinder Trampolin springen, an einer Sprossenwand klettern oder Fußball spielen ist normal – dass sie dies auf einer Kinderkrebsstation tun, eher nicht. Im Universitätsklinikum Leipzig allerdings gehört Sport seit 19 Jahren zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen, die an Krebs erkrankt sind. Ein spezielles Bewegungsprogramm hilft gegen die körperliche Schwäche, Schmerzen und Niedergeschlagenheit. Der Sport stärkt das Selbstbewusstsein der jungen Patienten und hilft ihnen, auf andere Gedanken zu kommen. Die TK hat als erste gesetzliche Krankenkasse diese Therapie unterstützt und für ihre jungen Versicherten finanziert. Ein regionalstarkes Beispiel, das hoffentlich weitere Verbreitung findet: Bundesweit bieten gerade einmal 13 von 60 Behandlungszentren für Kinder mit Krebs ähnliche Sportprogramme an.

Mittendrin statt Außen vor

Er sieht aus wie der kleine Bruder von R2D2, stammt aus Norwegen und geht in Schleswig-Holstein in die Schule – als Stellvertreter für krebskranke Kinder. Der Avatar AV1 ist Augen, Ohren und Stimme für die kleinen Patienten. Mit Kamera, Mikrofon und Lautsprecher ausgestattet steht der 27 Zentimeter große Telepräsenzroboter auf einem Klassentisch und sorgt dafür, dass die erkrankten Schülerinnen und Schüler auch im Krankenhaus oder zu Hause „Mittendrin!“ sind. Die TK finanziert das  gleichnamige Projekt der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft und des norwegischen Start-ups „No Isolation“ über die Selbsthilfeförderung – damit Familien mit einem krebskranken Kind sich kostenfrei einen der Avatare leihen können. Dabei wird der Datenschutz groß geschrieben. Die Übertragung erfolgt passwortgeschützt, und AV1 zeichnet keine Video- und Audiodateien auf. Ein regionalstarkes Konzept, das bundesweit Schule machen könnte.

Selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden alt werden

Ein möglichst langes Leben in der eigenen Wohnung, selbstständig und selbstbestimmt – das wünschen sich die meisten älteren Menschen. Mit dem Pilotprojekt NetzWerk GesundAktiv (NWGA) in Hamburg möchte die TK den Projektteilnehmenden diesen Wunsch erfüllen – mit einem ganz individuellen, auf den Einzelnen zugeschnittenen, Konzept. Denn so unterschiedlich wie die Menschen sind, fällt auch ihr Unterstützungsbedarf aus. Nur PAUL ist für alle da. Der „Persönliche Assistent für unterstütztes Leben“ (PAUL) ist ein leicht bedienbarer Tablet-PC, der unter anderem Videounterhaltungen ermöglicht, E-Mails verwaltet, die Zeitung online nach Hause liefert und den Arzt per Online-Videosprechstunde in die Wohnung holt. Das Projekt, bei dem die TK die Federführung hat, wird mit 8,9 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) gefördert.

Ich bin dann mal weg – TK stärkt Landarztversorgung

Im Fernsehen hat es der Landarzt auf 22 Staffeln gebracht: 2013 war dann Schluss. Im wirklichen Leben wird er weiterhin dringend gebraucht, vor allem in Flächenstaaten wie Bayern. Um Medizinstudierende für eine Niederlassung auf dem Land zu begeistern, fördert die TK-Landesvertretung Bayern daher in einem gemeinsamen Projekt mit dem Bayerischen Hausärzteverband das ärztliche Praktikum – die sogenannte Famulatur – in einer Landarztpraxis. Wer sich entschließt, die vielfältige Arbeit in einer Hausarztpraxis auf dem Land kennenzulernen, erhält bis zu 600 Euro für Unterbringung und Reisekosten. Das Programm läuft mit großem Erfolg seit 2015: Von denen, die bisher gefördert wurden, können sich viele eine berufliche Karriere auf dem Land vorstellen.