Tschüss, gelber Schein!

Mehr als 800 Ärzte nehmen bereits am TK-Pilotprojekt zur elektronischen Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung teil.

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chluss mit der gelben Zettelwirtschaft: Bereits seit 2017 können Versicherte ihre Krankschreibung über den Arzt digital an die TK übermitteln. Bundesweit mehr als 800 Ärzte nehmen an dem Pilotprojekt zur elektronischen Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung (eAU) teil – sie können mit einem Klick das Attest an die TK schicken. Ein Modellprojekt, das überzeugt: Immer mehr Ärzte und Versicherte nutzen das Angebot, und im vergangenen Jahr hat auch der Gesetzgeber das Thema auf die Agenda gesetzt. Im Mai 2019 wurde die digitale Übermittlung vom Arzt an die Krankenkasse ab 2021 im Terminservice- und Versorgungsgesetz beschlossen.

eAU digital an den Arbeitgeber

Mit dem dritten Bürokratieentlastungsgesetz im Herbst 2019 wurde auch der digitale Weg zum Arbeitgeber frei gemacht. Ab 2022 müssen Versicherte also nur noch ihrem Arbeitgeber Bescheid geben, dass sie krankgeschrieben sind – die Krankschreibung bekommt er dann digital. Auch in diesem Punkt ist die TK Vorreiter: Im Rahmen des Pilotprojekts sind mit dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) und der TK bereits zwei Arbeitgeber angebunden, die mit Zustimmung der Versicherten die Krankmeldung schon heute elektronisch übermittelt bekommen.

142.180 digitale Krankschreibungen sind bis Ende 2019 bei der TK eingegangen.

"Die Vorteile für die Versicherten liegen klar auf der Hand: Sie können sich voll und ganz auf ihre Gesundheit konzentrieren und müssen sich nicht damit beschäftigen, wie die Krankschreibung zur Krankenkasse kommt."

Thomas Ballast, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der TK
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Ärztinnen und Ärzte nahmen Ende 2019 am Projekt teil.

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Millionen Krankmeldungen fallen jährlich bundesweit etwa an.