Editorial

TK-Vorstand Dr. Jens Baas spricht über neue Wege im Gesundheitswesen und die Herausforderungen gesetzlicher Krankenkassen durch die Corona-Pandemie.

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in Geschäftsbericht ist immer – zumindest in Teilen – ein Blick in die Vergangenheit. Heute einen Blick auf das vergangene Jahr zu werfen, das wirkt in diesen Zeiten allerdings surreal. Denn auch wenn wir noch nicht genau wissen, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie insgesamt auf das Gesundheitswesen haben wird, ist dennoch klar, dass uns die Pandemie und ihre Folgen, wie die gesamte gesetzliche Krankenversicherung, vor viele Herausforderungen stellen wird. Dabei ist in der Krise aktuell entscheidend, dass wir als Krankenkasse unseren Beitrag leisten, indem wir die Prozesse aufrechterhalten und unsere Versicherten bei allen Anliegen bestmöglich unterstützen und beraten. Als wir in der TK mit der Arbeit an den Themen begannen, über die wir in diesem Geschäftsbericht nun berichten, waren wir noch in der Vor-Corona-Zeit. Es ist unser Anspruch, unser Unternehmen so weiterzuentwickeln, dass es für die zukünftige Versorgung unserer inzwischen mehr als 10,5 Millionen Versicherten gut aufgestellt ist. Nun können wir angesichts der Krise sagen, dass sich der von der TK eingeschlagene Weg als richtig erwiesen hat. Das betrifft zum Beispiel digitale Angebote, die wir für unsere Versicherten schon sehr frühzeitig geschaffen haben. Wie das konkret aussieht, zeigen wir unter anderem an den Beispielen E-Rezept, Fern­behandlung und elektronische Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung.

„Die Krise zeigt uns mehr denn je, dass es im Gesundheitswesen keinen Stillstand geben darf.“

Dr. Jens Baas ist Vorsitzender des Vorstands der TK.

Wenn wir in der TK neue Wege gehen, tun wir das immer stärker im engen Austausch mit unseren Versicherten, indem wir sie aktiv einbeziehen. Ihre Perspektive nimmt deshalb auch der Geschäftsbericht ein: Wie stellt sich die TK für die Versicherten auf? Wie lernt die TK dazu, und was tut die TK für die Zukunft der Pflege?

Diese Fragen in Bezug auf digitalen Fortschritt, den Blick nach außen und die Zukunft der Pflege bleiben relevant, auch wenn sich aktuell vielleicht ihre Dringlichkeit oder ihr Fokus verändert haben. Die Krise zeigt uns mehr denn je, dass es im Gesundheitswesen keinen Stillstand geben darf. Wir müssen stets reflektieren, für die Zukunft entwickeln und gleichzeitig manchmal pragmatische Lösungen für die Gegenwart bereithalten. Das gelingt nur Unternehmen, die offen und lernbereit sind.

Auf die dargestellten Fragen gibt der Geschäftsbericht 2019 deshalb Antworten aus unterschiedlichen Perspektiven innerhalb und außerhalb der TK. Als Unternehmen richten wir den Blick nach außen, um von den Fähigkeiten anderer zu lernen – ob von erfahrenen Experten aus der Wissenschaft oder jungen aufstrebenden Start-ups. Auch im Bereich Pflege ist Bewegung für die Zukunft gefragt, um die Herausforderungen zu stemmen: Wir lassen Sie an den Ideen der TK teilhaben.